Barrierefreie Navigation

Attraktivierung des Angerbades

Aktuelle Informationen zum Planungsstand

Seit 2019 planen die Stadtwerke Ratingen in enger Abstimmung mit der Stadt Ratingen die Zukunft des Hallenbades in Ratingen-Mitte. Ursprünglich war eine Erweiterung des bestehenden Angerbades vorgesehen, um es zu einem modernen Freizeitbad auszubauen. Ziel war es, zusätzliche Wasserkapazitäten zu schaffen und das Angebot um Gesundheits-, Wellness- und Freizeitelemente zu ergänzen.

Im Laufe der Planungen zeigte sich jedoch, dass das im Jahr 1971 erbaute Hallenbad am Hauser Ring aufgrund seiner veralteten technischen Anlagen, gravierenden baulichen Mängel und der hohen Kosten einer energetischen Sanierung mittelfristig nicht weiter betrieben werden kann. Eine Machbarkeitsstudie sowie umfangreiche Wirtschaftlichkeitsberechnungen führten daher zu einem grundlegenden Kurswechsel: Die ursprüngliche Idee eines Erweiterungsbaus wurde verworfen.

Stattdessen wurde im Jahr 2024 ein Ratsbeschluss gefasst, der den Weg für einen Ersatzneubau ebnete. Geplant ist nun ein „Sport- und Wohlfühl-Hallenbad“, das nicht nur die bestehenden Kapazitäten ersetzt, sondern diese gezielt erweitert. Das neue Bad wird den Anforderungen von Schulen und Vereinen besser gerecht, ermöglicht längere Öffnungszeiten für die Öffentlichkeit und bietet moderne Wellness- und Freizeitelemente. Damit entsteht eine zukunftsfähige Infrastruktur, die den Bedürfnissen der Bürger*innen entspricht und einen zusätzlichen Mehrwert für alle Badegäste schafft.

Lageplan zur Überlegungen und Konzeptidee Attraktivierung des Angerbades

Wie sind die Planungsschritte für den Ersatzneubau?

2025

  • Start des EU-weiten Ausschreibungsverfahrens für den Ersatzneubau: Im Zuge der Entscheidung für einen Ersatzneubau des Angerbades haben die Stadtwerke Ratingen ein EU-weites Ausschreibungs-verfahren gestartet. Ziel ist es, das beste Planungsteam für die Realisierung des neuen „Sport- und Wohlfühlbades“ sowie dessen Außenanlagen zu finden.
    Die Ausschreibung erfolgt als mehrstufiges Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahme-wettbewerb gemäß der Verordnung über die Vergabe öffentlicher Aufträge (VgV). Planungsteams können sich zunächst über ein Vergabeportal bei den Stadtwerken Ratingen bewerben. Aus dem Bewerberkreis werden anhand definierter Eignungskriterien voraussichtlich 3–5 Teams ausgewählt, die anschließend konkrete Lösungsvorschläge und indikative Angebote für ihre Leistungen einreichen sollen.
    Die Bewertung der eingereichten Konzepte erfolgt voraussichtlich im Frühjahr 2026 durch eine Jury, die vom Aufsichtsrat der Stadtwerke Ratingen berufen wird. Sie setzt sich aus Vertreter*innen der Stadtwerke, der Stadt Ratingen sowie der betroffenen Anwohnerschaft zusammen.
  • Im Juli wurde ein zentraler Meilenstein des Projekts erreicht: Das Finanzamt stimmt zu, dass die geplanten Investitionen in den Badneubau über ein besonderes Verfahren abgewickelt werden können – den sogenannten Querverbund. Der steuerliche Querverbund erlaubt es den Stadtwerken, Verluste aus dem Badbetrieb mit Gewinnen aus anderen Unternehmensbereichen (z. B. Energieversorgung) zu verrechnen. Durch diesen Vorgang zahlen wir als Unternehmen insgesamt weniger Steuern. Das spart Geld und macht den geplanten Neubau des Angerbads mit seiner vorgesehenen modernen Energieversorgung überhaupt erst möglich.
  • Die Vorbereitungen für das Architekten-Auswahlverfahren werden bis zum Herbstbeginn abgeschlossen, sodass dann auch das Auswahlverfahren veröffentlicht wird und voraussichtlich Mitte 2026 abgeschlossen werden kann.

2024

  • Ende 2023 wurden weitere detaillierte Untersuchungen zur Realisierung unterschiedlicher Bäder-Varianten durchgeführt. Hierzu wurden umfangreiche Wirtschaftlichkeitsberechnungen und Konzeptauswirkungen betrachtet, mit dem Ergebnis, dass die ursprüngliche Ausrichtung eines Erweiterungsbaus in Form eines Freizeitbades nicht weiterverfolgt wird. Stattdessen soll ein „Sport- und Wohlfühl-Hallenbad“ als erweiterter Ersatzneubau zum bestehenden Hallenbad am Hauser Ring entstehen. Dieser Ersatzneubau wird nach seiner Fertigstellung erweiterte Wasserflächen und einzelne Wellness- und Freizeitelemente beinhalten, und so die Attraktivität des Hallenbades maßgeblich steigern.
  • Alle hierfür erforderlichen Schritte sollen in 2024 eingeleitet werden. In diesem Zusammenhang wird auch das Bebauungsplan-Verfahren sowie das Architekten-Auswahlverfahren (Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb) angestoßen werden.

2023

  • Voraussichtlich im Laufe des Jahres startet ein förmliches Verfahren mit Bürgerbeteiligung. Zu diesem Zeitpunkt werden die Gutachten und Architektenpläne veröffentlicht. Wir möchten alle Bürger*innen frühzeitig in den Planungsprozess miteinbeziehen.
  • Seit Anfang Januar 2023 wird mit einem Planungswettbewerbsbüro die Ausschreibung für den Architektenwettbewerb mit anschließender Prämierung durch eine Jury vorbereitet.

2022

  • 2022 wurde ein Auswahlverfahren für ein Architektur-Planungsbüro vorbereitet, welches einen konkreten Plan für den Erweiterungsbau erarbeiten soll.
  • Nach Abstimmung in der Ratssitzung am 21. Juni 2022 wurde festgelegt, dass die Baderweiterung und auch der spätere Neubau des Hallenbades Angerbad nachhaltig errichtet und klimaneutral betrieben werden sollen. Nach dem Ratsbeschluss wurden zudem weitere Gutachten erstellt sowie die weitere Vorplanung für das Bebauungsplanverfahren beauftragt.

2021

  • In Abstimmung insbesondere mit dem Denkmalschutz für die benachbarte Wasserburg „Haus zum Haus“ ist ein Baufeld definiert worden.
  • Am 30. September 2021 wurde bereits frühzeitig vor Konkretisierung der Baupläne die Öffentlichkeit bei einer Infoveranstaltung im Freibad Angerbad vor Ort über den aktuellen Planungsstand informiert. 
    Hier geht es zur Präsentation
  • Am 21. Dezember 2021 hat der Rat der Stadt Ratingen gemäß § 2 Abs. 1 BauGB die Aufstellung eines Bebauungsplans beschlossen. Ziel des Bebauungsplans war die Schaffung der planungsrechtlichen Grundlage für die Errichtung des Erweiterungsbaus.

Hintergrund

  • Im Zuge der Überlegungen zum Ersatzneubau des Angerbades wurden verschiedene Standort-Szenarien untersucht.

    • Die zunächst naheliegende erste Option befasste sich mit dem Standort Hauser Ring (Hallenbad). Hier wurde allerdings schnell klar, dass der Abriss und Neubau an gleicher Stelle zu einer Nichtverfügbarkeit des Bades von voraussichtlich fünf Jahren führen würde, in der sowohl die Öffentlichkeit als auch die Schulen und Vereine auf die Wasserkapazitäten hätten verzichten müssen.
    • Die weiteren Untersuchungen beschäftigten sich mit einer möglichen Erweiterung des Baufeldes Richtung Anger sowie einer Überbauung / Umgestaltung des Freibadeingangs. Diese Optionen schieden aus, da sie zum einen nicht über genügend Fläche verfügten und zum anderen die Nähe zur Anger und die damit verbundene Hochwasserproblematik ungünstig ist.
    • Als letztes wurden die bisher unbebauten Flächen des Grundstücks untersucht. Im Zuge der Standortsuche wurde zunächst eine Fläche im hinteren Bereich der Liegewiese ausgewählt, die u. a. den Parkplatz nur wenig tangiert hätte. Dieser Standort erwies sich aufgrund der Verkleinerung der Liegewiese und insbesondere nach ersten Vorab-Abstimmungen aus Denkmalschutzgründen (zu geringer Abstand zum „Haus zum Haus“) als ungeeignet. Das mögliche Baufeld wurde daraufhin weiter Richtung Freibad-Parkplatz verschoben (siehe Lageplan). Dieses mit der Stadt Ratingen abgestimmte Baufeld bietet unter den vorgenannten Bedingungen die beste Möglichkeit zur Errichtung des Erweiterungsbaus mit einer geschätzten Grundfläche von etwa 2.000 Quadratmetern.

Uns ist es wichtig, die Bürger*innen bestmöglich zu informieren und in die Planungen miteinzubeziehen. Wir freuen uns auf den weiteren Austausch und die nächsten Schritte in Richtung eines Ersatzneubaus für das Angerbad. Auf dieser Seite halten wir Sie weiterhin auf dem Laufenden.

Sie haben Fragen oder Anmerkungen?

Herr Wojciech Hrabowski, Abteilungsleiter der Bäder- und Saunabetriebe, steht Ihnen gerne zur Verfügung.

Tel.: 02102 485-334
E-Mail: ratinger-baeder@stadtwerke-ratingen.de

Herr Wojciech Hrabowski, Abteilungsleiter der Bäder- und Saunabetriebe