16.06.2017

Versorgung mit ausreichend Heizwärme für die Zukunft gesichert

Die Stadtwerke Ratingen haben im Fernheizkraftwerk Am Sandbach einen neuen Wärmespeicher eingebaut, um die gestiegene Anzahl von Gebäuden mit Fernwärmeanschluss auch in Zukunft optimal versorgen zu können. Der rund 165.000 Euro teure Speicher ist bereits der zweite seiner Art und besitzt mit etwa 100m³ dasselbe Volumen, wie der bereits im Mai 2008 eingebaute Speicher. Durch die Investition soll eine bessere Auslastung der BHKW-Anlagen (Blockheizkraftwerk) erreicht werden und weitere 2.700t CO2 pro Jahr eingespart werden.


„Der neue Wärmespeicher trägt dazu bei, dass das Netz weiter effizient wachsen kann, der Anteil des geförderten Kraft-Wärme-Kopplungsstroms (KWK) weiter wächst und die Versorgung der Gebäude mit Fernwärme rund um die Uhr gesichert ist – selbst wenn der Heizbedarf mal kurzzeitig ansteigt“, erklärt Hans-Horst Sprenger, Technischer Leiter der Stadtwerke Ratingen. Positiver gewünschter Nebeneffekt: Der Anteil der gelieferten Wärme aus den Blockheizkraftwerken im Versorgungsgebiet steigt ebenfalls an. Seit der letzten Modernisierung des Fernheizkraftwerkes im Jahr 2015, produziert die Anlage Am Sandbach pro Jahr rund 75.000 MWh Wärme und zusätzlich rund 44.000 MWh KWK-Strom. Während im Winter jede Menge der durch die Gasmotoren erzeugten Heizungswärme direkt benötigt wird, kann sie jetzt in den beiden Wärmespeichern während der wärmeren Monaten zwischengespeichert werden, bis sie benötigt wird. „Damit steigt die Effizienz der Anlage noch einmal deutlich an“, erklärt Sprenger.

Die Anlieferung des neuen Wärmespeichers war aufgrund der besonderen Größe von 12 Metern Höhe nur in der Nacht möglich. Zudem war beim Aufbau einiges an Präzision nötig: Nur mit Hilfe von zwei großen Kränen konnte der 25,5t schwere Koloss von einem Spezial-Lkw an den späteren Bestimmungsort auf dem Gelände gehoben. Anschließend konnten die Stadtwerke mit der Arbeit beginnen. Meterweise Rohre mussten verlegt und danach die Isolierung angebracht werden. Die Dämmschicht ist etwa 30 Zentimeter dick. „Das ist wichtig“, sagt Hans-Horst Sprenger. "Wir wollen ja möglichst keine Wärme verlieren.“ Rund vier Wochen dauert es, bis alle Anschlüsse verlegt sind und der Kessel in die Leittechnik des Fernheizkraftwerks eingebunden ist. Dann kann der Speicher in Betrieb gehen und Wärme für das wachsende Fernwärmenetz horten.

Bis Mitte 2018 soll die aktuelle Erweiterung des Fernwärmenetzes um insgesamt 3,7 Kilometer abgeschlossen sein. Derzeit arbeiten die Stadtwerke Ratingen noch an der neuen Trasse in den Bereichen Wiesenstraße und Philippstraße. In Kürze startet zudem der fünfte Bauabschnitt im Bereich Wilhelmring von Ecke Calor-Emag-Str. bis zum Kreuzungsbereich Maubeuger Ring/Hochstr.


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