In Ratingen wurden jährlich ca. 4 Mio. m³ Trinkwasser gefördert. Durch die Übernahme der Netze Lintorf (2005) sowie Hösel, Eggerscheidt und Breitscheid (2008) erhöht sich dieser Wert um 2 Mio. m³ auf insgesamt 6 Mio. m³ Trinkwasser. Dabei werden die Stadtteile Lintorf, Hösel, Eggerscheidt und Breitscheid weiterhin mit Trinkwasser von den Rheinisch Westfälischen Wasserwerken (RWW) versorgt, während die Versorgung Ratingens über eigene Brunnen erfolgt. Der durchschnittliche Tagesbedarf für Ratingen und Homberg beträgt ca. 8.000 m³. Der Hochbehälter auf der Homberger Straße hat ein Fassungsvermögen von ca. 10.000 m³. Er deckt damit den durchschnittlichen Tagesbedarf von Ratingen ab.
Qualität des Netzes
Wasserrohrnetze werden als langlebige Investitionsgüter geplant. Sie sollen nach Möglichkeit über Jahrzehnte zuverlässig ihre Funktion erfüllen. Damit dies gewährleistet werden kann, müssen schon bei der Planung einer Leitung viele Punkte berücksichtigt werden. Dies beginnt mit der Materialauswahl der zu verlegenden Leitung, führt über die Kontrolle der Einhaltung der Verlegevorschriften bei der Neuerstellung und mündet in der regelmäßigen Überprüfung und Instandhaltung der vorhandenen Netze. Für die Stadtwerke bedeutet dies die regelmäßige Überprüfung der Wasserrohrnetze auf Dichtheit, unter Einsatz verschiedenster Messverfahren. Zusätzlich erfolgt kontinuierlich die Berechnung der Wasserrohrnetze, um Auskunft über die Leistungsfähigkeit und die Strömungsverhältnisse in den Wasserrohrnetzen zu erhalten.
Versorgungssicherheit
Für Notfälle, zum Beispiel bei Stromausfall, stehen zur Verfügung: Hochbehälter, Notbrunnen sowie Noteinspeisungen mit benachbarten Versorgungsunternehmen. Für die meisten Netzabschnitte ergibt sich ein hoher Grad an Versorgungssicherheit durch die umfangreiche Vermaschung des Netzes. Bei einem Rohrbruch ist in der Regel nur eine Straße betroffen, während die anderen Netzbereiche weiter versorgt werden können.
Druckzonen
Die unterschiedliche Höhenlage der einzelnen Ortsteile in Ratingen sowie die unterschiedliche Einspeisesituationen aus eigenen und fremden Wasserwerken führen zu einer höchst unterschiedlichen Druckverteilung im Gesamtnetz der Stadtwerke. So gibt es Bereiche, in denen ein Netzdruck bei ca. 10 Bar liegt, in anderen Versorgungsbereichen stehen ca. 3,5 Bar zur Verfügung. In Extrembereichen, wo selbst der oben genannte untere Wert nicht garantiert werden kann, betreiben die Stadtwerke Ratingen sogenannte Druckerhöhungsanlagen. Solche Anlagen gibt es in Ratingen, in Homberg, in Hösel und in Breitscheid.
Versorgungsgebiet und Wasserrohrnetze
Die Stadtwerke Ratingen beliefern das gesamte Stadtgebiet der Stadt Ratingen mit Wasser. Die Verteilung des Trinkwassers erfolgt über ein ca. 400 Kilometer langes Rohrnetz mit rund 18.000 Hausanschlüssen. Die Versorgung der Ortsteile Lintorf, Breitscheid, Hösel und Eggerscheidt mit ca. 30.000 Einwohnern erfolgt hierbei über zugekauftes Wasser der Rheinisch Westfälischen Wasserwerksgesellschaft (RWW), während die Ortsteile Ratingen und Homberg mit ca. 60.000 Einwohnern durch selbst gefördertes Wasser versorgt werden. Die Eigenförderung erfolgt über zwei Wasserwerke. Zum einem dem Wasserwerk Broichhofstraße mit fünf Vertikalbrunnen und einem genehmigten Wasserrecht von 4 Millionen Kubikmetern pro Jahr bei einer derzeitigen Förderung von ca. 3 Millionen Kubikmetern pro Jahr und zum andern über das Wasserwerk Homberg mit einem Vertikalbrunnen und einem genehmigten Wasserrecht von 1,5 Millionen Kubikmetern pro Jahr bei einer derzeitigen Förderung von ca. 1,2 Millionen Kubikmetern.
Qualität des Trinkwassers und Wasserschutz
Die Qualität des von den Stadtwerken Ratingen abgegeben Trinkwassers wird durch permanente Beprobung und Überwachung der gesetzlichen vorgeschriebenen Grenzwerte gemäß Trinkwasserverordnung, Rohwasserrahmenrichtlinie sichergestellt. Die Aufsicht über die Einhaltung der vorgeschriebenen Grenzwerte führt das Gesundheitsamt des Kreises Mettmann. Hier ist auch der Maßnahmenplan hinterlegt, mit dem die Stadtwerke Ratingen GmbH auf eine eventuelle Störung der Wasserversorgung im Stadtgebiet reagieren kann. Damit eine eventuelle Beeinträchtigung des Trinkwassers frühzeitig erkannt wird, führen die Stadtwerke unter Aufsicht der Bezirksregierung zusätzliche Monitoring-Programme durch, die Wasserstände in den ca. 150 Grundwassermessstellen werden regelmäßig erfasst und ausgewertet. Um Einwirkungen von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln auf das Trinkwasser im Vorfeld zu vermeiden, arbeiten die Stadtwerke mit der ortsansässigen Landwirtschaft in einer Kooperation zur wasserschonenden Bewirtschaftung der landwirtschaftlichen Flächen eng zusammen.
Auszug aus der Trinkwasseranalyse 2010
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Die ausführlichen Wasseranalysen finden Sie hier.
Folgende Stoffe werden zur Trinkwasseraufbereitung eingesetzt.
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Interessante Informationen zum Thema Wasser- und Pflanzenschutz finden Sie hier.
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