
Schalthäuser
Unmittelbar hinter den Hochspannungstrafos des Übertragungsnetzbetreibers befinden sich an fünf Einspeisestandorten die Schalthäuser des Mittelspannungsnetzes. Die Funktion eines Schalthauses lässt sich am besten mit dem häuslichen Sicherungsschrank vergleichen. Wegen der enorm großen Leistung müssen die einzelnen Bauteile aber alle etwas größer ausfallen. Alle von diesen Schalthäusern ausgehenden Kabel sind über einen Leistungsschalter mit Schutzauslösung abgesichert. Diese Leistungsschalter sind in der Lage, im Fehlerfall Ströme von 20.000 A und mehr sicher abzuschalten. Hierdurch wird gewährleistet, dass bei einem Kurzschluss nur so wenige Kunden wie möglich ohne Strom sind.
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Trafostationen
Die Transformatorenstationen sind ein bisschen die Kernstücke der Stromverteilung. In den Transformatoren wird die 10kV-Mittelspannung in die für die Haushalte nutzbare 230V-Niederspannung umgewandelt. Von hier aus gibt es direkte Verbindungen bis in jedes Haus, welches über einen Stromanschluss verfügt. Gängige Bauformen sind die begehbaren Garagenstationen oder die etwas kleineren Kompaktstationen. Der Aufbau ist in beiden Bauformen gleich. Eine Mittelspannungsschaltanlage verbindet die ankommenden Mittelspannungskabel mit dem Trafo. Mit den einzelnen Schaltern können die ankommenden und abgehenden Mittelspannungskabel ein- und ausgeschaltet werden. Hinter dem Trafo befindet sich die Niederspannungsverteilung. Von hier aus werden die mit über 300 A abgesicherten Versorgungskabel mit Strom versorgt. Am anderen Ende dieser Kabel befinden sich die Hausanschlusskästen, welche sich in der Regel in den Kellern der Wohnhäuser befinden.